Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Die „Sprach-Kitas“ gehen in die Verlängerung

Kinder lesen gemeinsam

3.02.2021

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ rückt schon seit 2016 sprachliche Bildung erfolgreich ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Bundesweit ist etwa jede zehnte Kita eine „Sprach-Kita“. Rund eine halbe Million Kinder und deren Familien hat das Bundesprogramm damit bisher erreicht. Bis Ende 2022 geht das Programm nun in die Verlängerung.

In seinen Kernthemen – alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit den Familien – hat das Bundesprogramm wertvolle Ergebnisse für die Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung geliefert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deswegen seine Förderung der „Sprach-Kitas“ verlängert. 210 Millionen Euro stehen in den Jahren 2021 und 2022 für die sprachliche Bildung bereit – aber nicht nur für diese. Innerhalb der bestehenden Handlungsfelder wird ein neuer Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen gelegt.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie gehören digitale Medien in vielen Familien zum Alltag und damit zum Sprachumfeld von Kindern aller Altersgruppen. Auch viele Kitas nutzen bereits die Möglichkeit, frühkindliche, digitale und sprachliche Bildung zusammenzubringen. 

Damit dies noch häufiger und noch besser gelingt, stärkt der neue Schwerpunkt des Bundesprogramms medienpädagogische Ansätze in der sprachlichen Bildung. Außerdem sollen digitale Bildungs- und Austauschformate für die Fachkräftequalifizierung und die Programmabläufe noch besser nutzbar gemacht werden.

Erfolgreiche Bundesprogramme

Nicht nur die „Sprach-Kitas“, sondern auch das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ wird bis Ende 2022 fortgeführt. „Kita-Einstieg“ richtet sich an Kinder und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden. Für beide Bundesprogramme stehen zusammen 420 Millionen Euro zur Verfügung.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: „Wir haben mit den beiden Programmen Kita-Einstieg und Sprach-Kitas viel erreicht. Dass es gelungen ist, die erfolgreichen Ansätze aus den Bundesprogrammen fortzuführen und noch einmal 420 Millionen Euro zu investieren ist gut und gerade auch in diesen Pandemie-Zeiten wichtig. Die Bundesprogramme setzen an den zentralen Stellschrauben für einen guten Einstieg ins Bildungssystem an: dem Zugang für alle Kinder und der Sprachförderung, wo sie nötig ist. Sie verbessern die Qualität in Kitas und stärken die Fachkräfte. Der neue Schwerpunkt Digitalisierung des Bundesprogramms Sprach-Kitas soll digitale Bildungs- und Austauschformate für die Fachkräftequalifizierung und die Programmabläufe verbessern.“

Bundesprogramm „Sprach-Kitas“

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" fördert das BMFSFJ seit 2016 die sprachliche Bildung als Teil der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Das Bundesprogramm richtet sich vorwiegend an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Das Programm verbindet drei inhaltliche Schwerpunkte: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Für jede „Sprach-Kita“ stellt das Programm eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung. Die zusätzlichen Fachkräfte werden im Verbund von einer externen Fachberatung begleitet. 2020 wurden aus Mitteln des Bundesprogramms 6.360 zusätzliche Fachkräfte in „Sprach-Kitas“ und 503 begleitende Fachberatungen jeweils im Umfang von einer halben Stelle gefördert.

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